GAMEPLACES - die Plattform für die Gamesindustrie und Kreativwirtschaft in FrankfurtGAMEPLACES Business & Legal am 14. Dezember: ‚Die Datenschutzpanne‘

Ob Telefongesellschaften oder Kreditkarten-Unternehmen: In letzter Zeit scheinen sich Nachrichten über den unkontrollierten Abfluss von sensiblen Informationen zu häufen. Datenpannen, die Folge von Cyberangriffen sein können, sind allerdings nicht nur für internationale Bigplayer problematisch; auch kleine oder mittelständische Unternehmen können betroffen sein. Schon heute besteht in Deutschland im Fall eines solchen Lecks Informationspflicht gegenüber den zuständigen Aufsichtsbehörden. Mit Inkrafttreten der EU-weit gültigen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai kommenden Jahres wird sich der rechtliche Rahmen allerdings gravierend ändern. Unternehmen sollten deshalb angemessene Vorkehrungen treffen: sowohl für den Fall einer Datenpanne als auch im Hinblick auf Nachfragen durch die Aufsichtsbehörden sowie etwaige Auskunftsverlangen durch Betroffene. Bei GAMEPLACES Business & Legal informieren die Rechtsanwälte Dr. Dennis Voigt und Timo Schmucker über die wichtigsten Änderungen im Zusammenhang mit der DSGVO. Die Teilnahme an der Veranstaltung am 14. Dezember in der IHK Frankfurt ist kostenlos; um Anmeldung wird gebeten.

Grundsätzlich etabliert die DSGVO die „Freiheit der Datenverarbeitung“. In Deutschland werden deshalb ab Mai 2018 alle aktuellen, auf die Verarbeitung personenbezogener Daten zu Werbezwecken anwendbaren, datenschutzrechtlichen Einschränkungen nahezu ersatzlos gestrichen. Gleichzeitig stärkt die DSGVO aber die Auskunfts-, Informations- und Datenportabilitätsrechte von Betroffenen umfassend. Neben den neu geregelten Anzeigepflichten sei der Umgang mit Betroffenenrechten ein für die Unternehmenspraxis wesentlicher Punkt, meinen Voigt und Schmucker. Hier drohen kurze Fristen, die unbedingt einzuhalten sind.

Nach der DSGVO müssen den Aufsichtsbehörden bei einer Datenpanne innerhalb von 72 Stunden nicht nur Art und Umfang der Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten gemeldet, sondern auch die ergriffenen Maßnahmen sowie die möglichen Folgen beschrieben und Vorschläge zu deren Beseitigung oder Abmilderung unterbreitet werden. Geschieht dies durch schuldhafte Verzögerung nicht, drohen erhebliche Sanktionen. Gravierende Rechtsfolgen können auch Verstöße gegen formelle Vorgaben aus der DSGVO haben, die im Zuge von Nachfragen der Aufsichtsbehörden entdeckt werden: Der Bußgeldrahmen wird massiv auf bis zu 10 Millionen Euro respektive 2% des weltweiten Konzernumsatzes erhöht. Auch einzelne Entscheidungsträger können belangt werden; hier kommen Bußgeldverfahren, Untersagungsverfügungen sowie unter Umständen sogar Strafverfahren in Betracht.

Mit Dr. Dennis Voigts und Timo Schmuckers Vortrag zu den Themen Schutz vor Cyberangriffen und Umgang mit sensiblen Daten geht der diesjährige Zyklus von GAMEPLACES Business & Legal zu Ende. Die Veranstaltungsreihe zu branchenspezifischen Rechtsthemen wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

 

Über die Referenten: Timo Schmucker ist Fachanwalt für Strafrecht. Er verfügt über langjährige Erfahrung in allen Bereichen des Straf- und Strafprozessrechts, insbesondere aber in der Verteidigung von Unternehmen und deren Verantwortlichen im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Dr. Dennis Voigt ist ein ausgewiesener Experte im Datenschutzrecht und berät seine in- wie ausländischen Mandanten hinsichtlich Aufbau und Nutzung von Kunden- oder Mitarbeiterdatenbanken, der DSGVO-Compliance, Outsourcing, im IT- und Vertriebsrecht sowie bei der Planung und Durchführung internationaler Personalmaßnahmen. Beide Referenten sind Rechtsanwälte und Partner der MELCHERS Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB.

‚Die Datenschutzpanne‘
Dr. Dennis Voigt & Timo Schmucker (MELCHERS Rechtsanwälte)
Donnerstag, 14.12.2017 von 17.00 bis 19.00 Uhr
IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt
Direktlink zum Anmeldeformular (eventbrite)
Mehr Informationen: gameplaces.de

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