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GAMEPLACES zum Thema Crowdfunding

Frankfurt am Main, 21.11.2016 – Bei der Finanzierung von Projekten, Produkten oder Start-ups spielt Crowdfunding auch in Deutschland eine zunehmend große Rolle. Immer öfter entscheiden sich Unternehmer*innen für die Finanzierung durch den Schwarm; erfolgreiche Kampagnen erreichen auch hierzulande mittlerweile Investitionsvolumina in deutlich zweistelliger Millionenhöhe. Die Kehrseite der Medaille: Nicht selten scheitern auf den ersten Blick vielversprechende Crowdfunding-Kampagnen, bisweilen verschwinden Investitionen in ‚dunklen Kanälen‘. Bei seinem Vortrag ‚Risiken beim erfolgreichen Crowdfunding‘ gibt Guido Hettinger (Brehm & v. Moers) einen Überblick über die relevanten Formen der Schwarmfinanzierung. Die Veranstaltung findet am 1. Dezember in der IHK Frankfurt statt; nach vorheriger Anmeldung ist die Teilnahme kostenlos.

In seinem Vortrag geht Hettinger zunächst auf die Unterschiede zwischen Projekt- und Unternehmensfinanzierung ein. Letztere betrachtet er insbesondere im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen nach dem neuen Kleinanlegerschutzgesetz. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Anforderungen an die Planung, Ankündigung und Durchführung von Crowdfunding-Kampagnen: „Gerade wenn Kampagnen zu scheitern drohen, bieten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der einschlägigen Plattformen weder Anbietern noch Investoren ausreichend Orientierung“, so Hettinger. Für die Abwicklung elementare Fragen, wie: Was passiert, wenn Termine oder Versprechungen einer Kampagne nicht eingehalten werden können? oder: Darf ein Veranstalter seine Kampagne zu einem späteren Zeitpunkt anpassen, um sie zu retten? würden nicht eindeutig beantwortet. Schließlich beleuchtet Hettinger auch steuerrechtliche Fragestellungen, die sich zum Beispiel aus dem so genannten Reward-based-Crowdfunding oder dem Auslandsbezug der meisten Kampagnen ergeben.

Zum Abschluss des aktuellen GAMEPLACES-Zyklus zieht Manuela Schiffner, Leiterin des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt, eine positive Bilanz: Zu Beginn des Jahres hatten sie und ihr Team die Reihe inhaltlich geöffnet, um neben der Gamesbranche auch die übergeordnete Kreativwirtschaft anzusprechen. Dies habe in mehrfacher Hinsicht positive Effekte gehabt, so Schiffner: „Die einzelnen Veranstaltungen waren gut besucht. Offensichtlich haben wir eine Lücke auf inhaltlicher Ebene schließen und gleichzeitig die branchenübergreifende Vernetzung von Kreativen aus dem Großraum Frankfurt erfolgreich weiter voranbringen können.“ Das erweiterte Konzept soll auch im kommenden Jahr beibehalten werden. Der nächste GAMEPLACES-Termin ist für März 2017 geplant.

 

GAMEPLACES BUSINESS & LEGAL am Donnerstag, 01.12.2016
Thema: ‚Risiken beim erfolgreichen Crowdfunding‘
Referent: Guido Hettinger (BREHM & v. MOERS)
Zeit: 17.00 bis 19.00 Uhr
Ort: IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Mehr Informationen: www.gameplaces.de
Direktlink zur Anmeldung: http://va.frankfurt-business.net/Gp_01-12-16